Jahresrückblick mit Tarot: das Keltische Kreuz
Der Jahreswechsel ist ein guter Moment, um innezuhalten. Mit dem Keltischen Kreuz kannst du in zehn Karten auf das vergangene Jahr schauen und drei Fragen beantworten: Was möchtest du abschließen, was nimmst du mit, und was willst du beginnen? Die Karten sagen dabei nicht voraus, wie das neue Jahr wird, sie helfen dir, bewusst hineinzugehen.
Warum gerade zwischen den Jahren
Die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr haben eine besondere Stimmung. Der Alltag läuft langsamer, viele haben frei, und das Jahr liegt noch frisch im Gedächtnis. Diese Zeit eignet sich gut, um Bilanz zu ziehen, bevor der Januar mit neuen Aufgaben beginnt.
Statt guter Vorsätze, die oft schon Mitte Januar verblassen, bietet eine ruhige Rückschau etwas Tragfähigeres. Du siehst, was wirklich passiert ist, und entscheidest erst dann, was sich ändern soll.
Vorbereitung: dein Jahr auf einer Seite
Bevor du die Karten legst, nimm dir zehn Minuten und schreib die wichtigsten Momente des Jahres auf. Geh die Monate durch und notiere, was dir einfällt: Umzüge, Abschiede, kleine Erfolge, schwierige Gespräche, Reisen, Dinge, die du gelernt hast. Dein Kalender oder die Fotos auf deinem Handy helfen beim Erinnern.
Diese Liste ist dein Material. Die Legung bezieht sich darauf und hilft dir, Zusammenhänge zu sehen, die dir beim bloßen Aufschreiben vielleicht entgehen.
Die zehn Positionen, auf das Jahr bezogen
Das Keltische Kreuz hat zehn Positionen. Für den Jahresrückblick kannst du sie so lesen: Die Gegenwart zeigt, wie du am Jahresende dastehst. Die Herausforderung zeigt, was dich in diesem Jahr am meisten gefordert hat. Das Fundament zeigt, worauf du dich verlassen konntest. Die jüngste Vergangenheit beschreibt die letzten Wochen.
Das Ziel zeigt, wonach du in diesem Jahr gestrebt hast, bewusst oder unbewusst. Die nahe Zukunft gibt einen Hinweis auf das Thema der kommenden Wochen. Die Karte „du“ zeigt deine innere Haltung, „dein Umfeld“ die Menschen und Umstände um dich. „Hoffnungen und Ängste“ zeigt, was du dir vom neuen Jahr erhoffst oder fürchtest. Der „wahrscheinliche Ausgang“ beschreibt, wohin dich die aktuellen Muster führen, wenn du nichts änderst, nicht ein festes Schicksal.
Was du abschließen möchtest
Schau dir zuerst die Karten zu Herausforderung und jüngster Vergangenheit an. Gibt es etwas, das du ins neue Jahr nicht mehr mitnehmen willst, eine Gewohnheit, einen Groll, eine Verpflichtung? Liegt etwa der Tod oder die Acht der Kelche in der Legung, kann das ein Hinweis sein, dass ein Kapitel ohnehin zu Ende geht.
Schreib auf, was du abschließen möchtest, und überlege, wie du das sichtbar machen kannst: eine Mitgliedschaft kündigen, eine Nachricht schreiben, einen Ordner ausmisten. Ein Abschluss fühlt sich realer an, wenn er eine Handlung hat.
Was du mitnimmst und was du beginnst
Das Fundament und die Karte „du“ zeigen oft, was dich durch das Jahr getragen hat. Das sind die Dinge, die du bewusst mitnehmen willst: eine Freundschaft, eine Routine, eine neue Gelassenheit. Schreib sie auf, damit sie im Trubel des Januars nicht untergehen.
Für den Neubeginn schau auf Ziel, Hoffnungen und Ängste und die nahe Zukunft. Formuliere daraus kein Riesenprojekt, sondern eine Absicht und einen ersten Schritt. Zum Beispiel: „Ich möchte mehr Zeit draußen verbringen. Erster Schritt: jeden Samstagmorgen eine Runde im Park.“
Den Rückblick lebendig halten
Fotografier die Legung oder notier alle zehn Karten mit deinen Gedanken. Leg dir eine Erinnerung für Ende März in den Kalender und schau dann noch einmal drauf. Was hat sich bewegt? Was ist liegen geblieben, und ist das in Ordnung?
Ein Jahresrückblick ist kein Zeugnis. Es gibt kein Bestanden oder Durchgefallen, nur ein ehrlicheres Bild davon, wo du stehst. Und dieses Bild ist ein guter Ausgangspunkt für alles, was kommt.
Häufige Fragen
Welche Tarot-Legung eignet sich für den Jahresrückblick?
Das Keltische Kreuz mit zehn Karten eignet sich besonders gut, weil es Gegenwart, Herausforderungen, Fundament, Hoffnungen und Ängste und die weitere Richtung zusammen zeigt. So entsteht ein vollständiges Bild des Jahres.
Kann Tarot vorhersagen, wie das neue Jahr wird?
Nein, Tarot sagt das neue Jahr nicht voraus. Die Karten helfen dir, das vergangene Jahr zu verstehen und bewusst zu entscheiden, was du abschließen, mitnehmen und beginnen möchtest.